Düfte der Geborgenheit sammeln

Marcus G. Lindner erhebt den Knödel zur Kunst und seine Vorstellungs-kraft sitzt im Gaumen: wie der Gourmet-koch das neue Designresort in Grindelwald mit Gerüchen erfüllt, die man eifrig sammeln möchte.

Irgendwo in Wien. Irgendwann vor fünfzig Jahren. Aus der Küche klappert es rhythmisch, sodass nur noch ein Refrain fehlt, um daraus ein Kinderlied abzuleiten. Kurz darauf stellt die betopfhandschuhte Mutter den Schmaus auf den Mittagstisch, an dessen Kante sich hungrige Mägen drücken. Die herzhaften Düfte von Schmorbraten und Käsespätzle entweichen schon während des Schöpfens von der Holzkelle und steigen dem Sohn in die gewunderige Nase; als würden sie ihm in den Kopf setzen wollen: «Werde Koch!». Die frühste kulinarische Erinnerung von Marcus G. Lindner – und nicht zuletzt der Auslöser, den Beruf des Kochs zu erlernen – ist die traditionelle, österreichische Küche seiner Mutter – der frottierende Duft von Daheimsein. 



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