SIE HAT DEN DRY RAUS

Blumen sagen mehr als tausend Worte? Das müsste im Fall von Trockenblumen bedeuten: man bringt sie kaum mehr zum Schweigen! Denn sie halten eine kleine Ewigkeit – auch wegen dieser Nachhaltigkeit hat es bei Floristin Noemi Mira Kaiser geknistert …

«Vielen Dank für die Blumen, vielen Dank, wie lieb von dir. Manchmal spielt das Leben mit dir gern Katz und Maus. Immer wird es das geben, einer, der trickst dich aus…». Wie die Katze die Maus, jagt die Zeit die Frische von Schnittblumen – und die Tage ihrer Blust sind gezählt … Als Udo Jürgens diese Liedzeilen in den 80er-Jahren sang, waren Trockenblumen in aller mundgeblasener Vasen – ebenso wie Steckschaum und gehäkelte Platzdeckchen. Den heute über Fünfzigjährigen sind die mumifizierten Gartenboten möglicherweise eher als Staubdenn als Komplimentefänger in Erinnerung. «Vielleicht wunderten sich meine Eltern deshalb über meine neue Leidenschaft», vermutet Noemi Mira Kaiser, «wahrscheinlich hatten sie noch das biedere Bild von damals im Kopf.» Die Dauerblüher für daheim erleben ein Revival, seit Interieurdesigner von Paris bis New York sie aus dem «Dürrröschenschlaf » wachküssten. Anders als die Tulpen auf ihrem Küchentisch, die ihre Stiele im Wasser baden, kommen die Kreationen von Noemi Mira Kaiser ohne ein Tröpfchen Wasser aus. Im Gegenteil: Feuchtigkeit schadet den zeitüberdauernden Zierden sogar.


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