Blumenmädchen, Blumenkinder & Streuengel

Die kleinen Aaahs und Ooohs für eine unvergessliche Hochzeit



Sie bereichern. Sie sind zuckersüss und lockern die Atmosphäre bei der Trauung mit süssen, lustigen und spannenden ­Augenblicken auf. Es ist eine besondere Tradition bei kirchlichen, aber auch freien Trauungen, die Zeremonie mit Blumenkindern, was Mädchen und Jungen sein dürfen, zu bereichern. Zu den Blumenkindern sagt man oft auch Streuengel. Es erfordert jedoch auch Organisa­tion, sei es beim Ablauf, bei der Kleidung oder der Orientierung für die Kleinen. Aber genau das macht in der Vorbereitungszeit für die Hochzeit Spass und Freude. Wir geben Ihnen hier einige Tipps für die Organisation.





Wie viele Blumenkinder sind sinnvoll?

Hier gibt es keine Regel. Die Anzahl der Kinder, welche die Blumen streuen, richten sich eher danach, wie viele Kinder es im Bekanntenkreis oder bei den eingeladenen Familien gibt. Wichtig ist, dass man versucht, alle Kinder einer Familie zu integrieren, um keine Eifersucht oder unnötige Spannungen zu erzeugen. Und ja, auch kleine Jungs können Streuengel sein, wobei sie auch gern mit anderen Aufgaben betraut werden, wie zum Beispiel ein Schild zu tragen, mit der Aufschrift «Jetzt kommt die Braut» oder sogar als Ringüberbringer.





Wie alt sollten die Blumenkinder sein?

Das Alter der Blumenkinder ist in der Regel zwischen drei und zehn Jahren, wobei es da aber keine Regeln zu brechen gibt. Wenn Kinder noch jünger sind, muss man einfach damit rechnen, dass sie etwas unberechenbarer sind und vielleicht beim Anblick der vielen Gäste bei der Trauung den Mut verlieren. Aber auch hier gibt es Unterstützung, denn vielleicht gibt es eine grosse Schwester, welche die Kleinen dann kurzerhand an die Hand nimmt. Manche Kinder sind jedoch auch zu schüchtern und möchten kein Blumenkind sein. Dann sollte man diese auf keinen Fall dazu zwingen und lieber andere Blumenkinder aussuchen. Denn für die Blumenkinder ist es auf alle Fälle eine Riesensache, den Job zu erledigen.


Tipps für die Vorbereitung

Man sollte im Vorfeld mit den Eltern über die eigenen Wünsche und Vorstellungen reden. Sei es der Ablauf, die ­Kleidung oder der Blumeneinsatz. Die Blumenkinder sollten gut vorbereitet werden, damit sie wissen, was auf sie ­zukommt. Auch ist es ratsam, die Kinder bei der Probe in der Kirche schon dabei sein zu lassen. Erst nach der General­probe wissen die Blumenkinder so richtig, was auf sie zukommt. So kann man ihnen zeigen, wann das Streuen der Blumen beginnt und wie das Streuen geht, denn manche Kinder behalten die Blütenblätter gern für sich und geben nur vereinzelt welche ab, andere Kinder schöpfen aus den Vollen und es langt nicht für den ganzen Weg. Der Einsatz der Blumenkinder will geplant sein und ergibt so manch kleine Herausforderung in puncto Flexibilität, je nach Alter der kleinen Streuengel. Für die Blumen­kinder ist es ebenso ein aufregender ­Mo­ment, und es ist wichtig, dass ihnen eine verantwortungsvolle Person zur ­Seite gestellt wird, welche auf die spon­tanen Eingebungen der Kinder reagieren kann, ihnen Mut zusprechen kann, welche den Einsatz steuert und als Orientierungsperson für die Kinder da ist, damit sich das Brautpaar ganz auf sich konzentrieren kann!


Welche Blumen zum Streuen?

In der Regel verwendet man auf die Dekoration der Hochzeit oder den Brautstrauss farblich abgestimmte Blumen. Hier können einzelne kleine Blumen oder ­Blüten gestreut werden oder grössere Blütenblätter wie z. B. von Rosen. Hochzeitsfloristen geben hier viele Tipps. Oft geben sie die Blütenblätter auch gratis mit und verleihen die Körbe.


Die Kleidung der Blumenkinder

Blumenkinder sind wohl die einzige Ausnahme, welche auch weiss wie die Braut tragen dürfen. Hier kommt zum Tragen, was man sich wünscht. Man kann es einfach halten und die Eltern der Blumenkinder bitten, ob sie für ihr Kind selbst etwas Schönes aussuchen möchten, oder als Brautpaar die Einkleidung, passend zum Farbkonzept der Hochzeit, übernehmen. Das ist eine Kostenfrage. Die Auswahl der Kleider und der Accessoires lässt allein schon bei den Kindern die Herzen höherschlagen. Besonders schön und klassisch sind die Blumenkränze fürs Haar, welche die Symbolik der Streu­engel aufzeigen, da fühlen sich insbesondere Mädchen wie kleine Prinzessinnen, aber auch ein Mini-Gentleman kann entzücken.





Was gibt es bei der Location zu beachten?

Es ist wichtig, mit der Location den Einsatz des Blumenstreuens abzusprechen, ob und wo es erlaubt ist, Blumen zu streuen, und wer für die Reinigung besorgt ist. Manche Kirchen und Standesämter erlauben dies nur draussen, um Flecken zu vermeiden. Hier lohnt es sich, nachzufragen, ob ein Teppich ausgerollt werden kann, um dies zu vermeiden. Sonst sind auch künstliche Blütenblätter eine Alternative. Im Aussenbereich darf in der ­Regel gestreut werden. Hier ist die Reinigung abzuklären, ob sie direkt von dem Brautpaar organisiert wird oder die Location dafür besorgt ist.



Oh Schreck

Die süssen Blumenkinder ­können manchmal auch ­eigensinnig, trotzig oder voller anderer Ideen sein. Da heisst es locker bleiben und die Situation nehmen, wie sie ist. Oft entstehen daraus die schönsten und lustigsten Augenblicke, welche unvergesslich ­bleiben! Trotzdem sollte man einen Plan B haben und eventuell eine Ersatz­person ­bestimmen, falls der Mut ein Blumenkind verlässt.

Bräuche

Dank




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