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Japanisch inspirierte Ehering-Kunstwerke

Das Goldschmiede-Handwerk ist ein äusserst vielseitiger und individueller Beruf. Alle GoldschmiedInnen verfolgen ihre persönliche Ästhetik, sind spezialisiert

auf bestimmte Techniken und können so ihre Leidenschaft ausleben. Dies trifft auch auf den Vollblut-Handwerker Peter Hablützel zu. Er erzählt uns von seinem Ein-Mann-Unternehmen und seinem ganz eigenen Stil.



Verwenden Sie spezielle Materialien für Ihre Kreationen?

Seit jeher verarbeite ich Steine aus unserer unmittelbaren Region sowie einheimische Hölzer in Kombination mit den gängigen Edelmetallen. So können regionale Vorlieben in den persönlichen Schmuck integriert werden. Zudem habe ich mich auf die ­japanische Schmiedekunst Mokume Gane spezialisiert. Dabei werden weniger bekannte Edelmetalle wie Grüngold oder Palladium, aber auch traditio­nelle Legierungen wie Shakudo und Shibuichi verarbeitet.


Mokume Gane wird hierzulande selten angewandt. Was hat es damit auf sich?

Angelehnt an den Damaszenerstahl werden mindestens zwei unterschiedliche Metalle verwendet. Diese werden in dünnen Plättchen abwechslungsweise gestapelt und unter Druck feuerverschweisst. Der so entstandene Schichtblock wird dann mittels ­Torsion, Fräsen, Feilen und Schmieden bearbeitet. Schichten werden durchbrochen und wieder an die Oberfläche geschmiedet. Auf diese Weise können unzählige unterschiedliche Muster erzeugt werden.



Weshalb eignet sich diese Technik -besonders gut für Eheringe?

Eheringe sind Alltags-Schmuckstücke und unter­liegen starker Beanspruchung. Dadurch kann ein Abtragen des Materials auf die Dauer nicht vermieden werden. Ein in Mokume Gane erzeugtes Muster ist durchgehend. Auch wenn sich der Ring mit den Jahren abnützt, wird das Muster immer sichtbar bleiben. Zudem kann jedes Muster bei praktisch ­jedem Ringprofil angewandt werden. Somit kann der Ring ganz spezifisch dem Finger angepasst werden, was für einen optimalen Tragkomfort sorgt. Die Kundschaft kann aus unzähligen Kombinationsmöglichkeiten und zahllosen Mustern ihre individuellen Ringe auswählen und erhält so Unikate. Einzigartige Ringe für einzigartige Menschen.


Haben Sie Tipps für Brautpaare auf der Schmucksuche?

Die Brautleute sollen für sich die optimalen Ringe aussuchen, aber auch offen sein, um auf die Erfahrung der Fachperson einzugehen. Passt ein angestrebtes Ringprofil auch an Ihre Hand? Ist ein breiter Ring auf die Dauer an Ihrer Hand angenehm zu tragen? Was sind Designs, die nicht so schnell «verleiden»? Es sollte auch beachtet werden, dass Eheringe von GoldschmiedInnen nicht zwangsläufig teurer sind als Ringe «ab der Stange». Da wir HerstellerInnen und VerkäuferInnen in einem sind, gibt es keinen Zwischenhandel, der den Stückpreis erhöht. Lassen Sie sich fachkompetent aus erster Hand beraten!



Luxus und Nachhaltigkeit – wie passt das zusammen?

Es gibt in unserer Branche viele Bestrebungen, das Thema Nachhaltigkeit auch im Schmuckbereich zu fördern. Mir war dieses Thema seit der Geschäftsgründung 1997 ein grosses Anliegen. Daher auch die Verarbeitung von einheimischen Rohstoffen. Mittlerweile sind meine Schmuckstücke Oekogoldzertifiziert. Das bedeutet, dass die verwendeten Edelmetalle und Legiermetalle ausnahmslos Sekun­där­rohstoffe aus dem Recycling sind. Das Oekogold-Zertifikat bestätigt weiter, dass verarbeitete Diamanten nachweislich aus legitimen Quellen stammen.


Goldschmiede-Atelier Peter Hablützel

Marktgasse 35

3800 Interlaken

Telefon 033 823 88 80

www.goldschmiede-habluetzel.ch

Facebook: Goldschmiede Habluetzel

Instagram: goldschmiede_habluetzel