Anhänger aus Silber, Platin und Palladium und Eheringe aus Palladium und Silber mit einer Gelbgoldschicht, 360 Grad tordiert.

Japanische Schmiedkunst

Peter Hablützel ist Goldschmied  und fertigt in seinem Atelier in Interlaken Eheringe sowie Schmuck nach Kundenwünschen an. Sein Ass im Ärmel ist die in der Schweiz rare Schmiedkunst Mokume Gane.  

Herr Hablützel, was ist Mokume Gane?

Das ist eine japanische Handwerkschmiedetechnik aus mindestens zwei sich kontrastierenden Edelmetallen. Dabei werden abwechslungsweise bis zu 30 dünne Edelmetallplättchen aufeinandergelegt, unter Druck feuerverschweisst und danach als Schichtblock gefräst, gefeilt und gehämmert, sodass die durchbrochenen Schichten an die Oberfläche kommen. 

 

 

 

Wie sind Sie dazu gekommen?

Ich bin Goldschmied und Vollbluthandwerker. Auf diese Technik kam ich aus Leidenschaft am Werken sowie am Feuer, Schmieden und Formen. Aus Neugier habe ich eine in Deutschland angebotene Weiterbildung besucht und fing buchstäblich Feuer. Dabei hatte ich anfangs viele Aha-Erlebnisse, was sich nach der Vorarbeit so offenbarte. Mit der Einstellung «Das muss doch gehen!» entwickelte ich nach und nach unglaublich schöne Ergebnisse. In meinem Atelier in Interlaken mache ich von der Legierung bis zum fertigen Schmuckstück alles von Hand. 

 

Diese Technik ist in der Schweiz noch unbekannt. Was sind ihre Vorzüge?

Bestimmt die enorme Vielfalt des Materials und die absolute Einzigartigkeit bei jedem Schmuckstück. Mokume Gane ist 

perfekt für Eheringe, da sich das Muster niemals abträgt. Selbst wenn sich der Ring nach 30 Jahren abnützt, bleibt die Musterung in derselben Variante vorhanden. Ausserdem lassen sich Mokume-Gane-Ringe ergonomisch bestens individuell an jeden Finger anpassen. Menschen mit langen schlanken oder konischen Fingern fühlen sich mit strukturierten, klobigen Ringen meist unwohl. Sie brauchen ergonomisch sowie optisch etwas anderes. 


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